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Deutsch-französische Freundschaft lebendig

Rund 350 französische Gäste und Europapolitiker feierten ihren Nationalfeiertag im Hotel Dollenberg.

Bad Peterstal-Griesbach. Yves Bur ist ein Mann der Grenzen, wenn es gilt, diese zu überwinden. Ganz besonders den Rhein, der Deutschland mit Frankreich sowie das Badener Land mit dem Elsass, trennt. Der Bürgermeister aus Lingolsheim vertrat lange Zeit das Département  Bas-Rhin in der französischen Nationalversammlung, war Vorsitzender der deutsch-französischen Parlamentariergruppe und Mitglied im Ausschuss für europäische Angelegenheiten. Gemeinsam mit seinem deutschen Amtskollegen Willi Stächele, Präsident des Oberrheinrats und Landtagsabgeordneter in Baden-Württemberg, lädt er regelmäßig zu  deutsch-französischen Gesprächskreisen ein.

Den französischen Nationalfeiertag am Sonntag, 14. Juli, feierte er gemeinsam mit Willi Stächele und rund 350 weiteren Gästen aus Frankreich im Relais und Châteaux Hotel Dollenberg. „Es ist eine Besonderheit, dass wir den Nationalfeiertag nicht in Frankreich, sondern hier im Ausland feiern“, ließ er beim Empfang auf der Sonnenterrasse der Spa- und Wellnesslandschaft wissen. „Doch“, so fragte er die Gäste, „ist dies wirklich noch Ausland?“ Nein, das sei es wohl nicht mehr. Denn dass so viele Franzosen in einem deutschen Hotel den wichtigsten Tag des Jahres feiern, sei der beste Beweis, dass die deutsch-französische Freundschaft nicht nur unter den Politikern, sondern auch im Volk gelebt werde. Die Grenzen verschwimmen.

Der Tag solle jedoch auch daran erinnern, dass die Menschen am Oberrhein noch viele Aufgaben vor sich haben, fügte Willi Stächele hinzu, der dem Fest mit seiner neuen Lebensgefährtin Anja Bauer beiwohnte. Die Region habe eine Wirtschaftsleistung ähnlich Dänemarks und mit 170.000 Studierenden großes Potenzial für die Zukunft.  „Doch es muss klappen zwischen Paris und Berlin, sonst läuft nichts“, sendete er ein Signal an die Staatschefs François Hollande und Angela Merkel.

Auch wenn in Frankreich derzeit unter der Regierung von François Hollande Unzufriedenheit und wirtschaftliche Unsicherheit herrschen, bewiesen die fröhlichen Gäste des Relais und Châteaux Hotels Dollenberg Nationalbewusstsein beim Singen der Marseillaise. Seit drei Jahren gibt die „Harmonie de Hunspach“ an dem Festtag auf dem Dollenberg nicht nur bei der Nationalhymne den Takt an, sondern spielt auch zahlreiche andere beliebte französische und deutsche Stücke.

Während des anschließenden Sieben-Gänge-Menüs des Zwei-Sterne-Kochs Martin Herrmann, das mit Rehmedaillon und Käsevariationen die beiden Nachbarländer auch kulinarisch verband, erfreuten Startrompeter Walter Scholz und Sänger Tony Marshall die Gäste mit romantischen bis schwungvollen Melodien. Gut gefiel auch die Livemusik mit der Tom-Robin-Band im Restaurant sowie der Showband Skyline im Spiegelsaal - einige Gäste schwangen dabei das Tanzbein. Bevor ein fulminantes Höhenfeuerwerk den gelungenen Festtag im Relais und Châteaux Hotels Dollenberg abrundete, verweilten die Gäste bei Livemusik von Rolf Henninger in der Bar.

Angesichts des perfekten Sommerwetters am französischen Nationalfeiertag kam Hotelier Meinrad Schmiederer unter Applaus der Gäste zu folgendem Schluss: „Der Herrgott muss ein Franzose sein.“ 

  • Isabelle reicht leckere Häppchen
  • Politiker Stächele und Bur mit Ehepaar Schmiederer
  • Appetitanreger auf der sonnigen Terrasse
  • Kapelle
  • Gäste aus dem Elsass
  • Gäste aus dem Elsass
  • Appetitanreger auf der sonnigen Terrasse