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Jung, ledig sucht … Kirschen

Event zur Miss Germany 2013: Missen backen Schwarzwälder Kirschtorten

Eine Miss Germany muss einiges können: Catwalk, schlagfertig sein und charmant und souverän in jedem Augenblick. Dass auch die Kunst des Backens von Schwarzwälder Kirschtorte dazu gehört, ist weniger bekannt, wird aber im Ziellauf zur Miss Germany Wahl 2013 diesen Samstag im Europa-Park Rust verlangt.

Schauplatz der außergewöhnlichen „Backsession“ ist das Relais und Châteaux Hotel Dollenberg, eines der renommiertesten Hotels und Restaurants im Schwarzwald. Jede der 24 Kandidatinnen hat für ihre Torte 35 Minuten Zeit. Zutaten sind Schokoladenboden, Kirschen, Sahne und Kirschwasser, sowie Spatel und Spritzbeutel als Werkzeug. Deutschlands schönste Frauen bekommen zwar ein Prachtexemplar von Torte zu Gesicht, aber wie das süßeste Aushängeschild des Schwarzwalds nun geschichtet ist, wird nicht verraten. Hotelier Meinrad Schmiederer kommentiert etwas verschmitzt: „Innovation gehört auch dazu.“

In Martin Herrmanns Zwei-Sterne-Küche herrscht von nun an Hochbetrieb. Konzentriert wird Sahne geschichtet, werden Kirschen platziert, Schokoladenplättchen gelegt und Herzen mit dem Spritzbeutel gemalt. Fast könnte man denken, dass hier Profis am Werk sind. Aber weit gefehlt. Auch für die Miss Schwarzwald-Dollenberg Melanie Schmitteckert, 21, ist es eine Premiere. „Es macht Spaß, aber eine Torte habe ich noch nie gebacken“, bekennt sie und hofft, „dass die Sahne so bleibt, wie sie sein soll.“ Von Mona Lauterbach, 20, aus Hessen weiß man, dass sie es kulinarisch drauf hat. „Jeden Tag kochen – und backen wenn ich Zeit habe.“ Viele kennen die Schwarzwälder Kirschtorte nur vom Hörensagen und haben sie wie Miss Norddeutschland Sifa Cakarer, 17, „noch nie gesehen und noch nie probiert.“ Charmant. 

Zwischen den jungen Frauen in sehr hohen Schuhen und Kochmützen wuseln Zwei-Sterne-Koch Martin Herrmann und weitere Koryphäen, um Aussehen, Sauberkeit und Fertigkeit der Torten zu bewerten. Stephane Ferry von der Baden-Badener Confiserie Rumpelmayer zollt Respekt. „Die haben das ja noch nie gemacht!“ Zwischendurch werden Hilferufe laut. „Sahne!“ Dann eilen Jungköche herbei und liefern Nachschub. Auch Kirschen gehen aus. „Hast du noch Kirschen?“, „Nein, brauch' ich selber.“ Aber von Konkurrenz keine Spur, wie auch die spätere Siegerin Miss Schleswig-Holstein Lena Siebolds, 25, berichtet. Das Klima sei einfach wunderbar, sagt sie. „Gott sei dank kein Zickenkrieg!“

Kurioserweise belegen auch die Plätze zwei und drei Nordlichter, Miss Mecklenburg-Vorpommern und Miss Westdeutschland. „Richtig gut, wie die Schwarzwälder Kirschtorte in Deutschland bekannt ist!“, freut sich Gastgeber Meinrad Schmiederer über deren Können. Miss Schwarzwald ist nur „ein klein bisschen enttäuscht“ und feiert danach mit den anderen Missen zur live Musik („Schwarzwald Mädel“) eine Küchenparty. Im Gegensatz zum Finale diesen Samstag im bereits ausverkauften Europa-Park gibt es kulinarisch gesehen viele Sieger. Die Mädchen schwärmen von Suppe, Scampi und Saibling, was Sternekoch Martin Herrmann sehr freut, „widerspricht es doch dem Klischee, dass die junge Frauen nichts essen.“ Sandra Wuttke, 23, die eigentlich nichts über ihre Heimat Berlin kommen lässt („Berlin bleibt Berlin“), fühlt sich im schneeweißen Schwarzwald gar „wie im Märchen.“ Ob für das frischgebackene Schwarzwaldmädel diesen Samstag das Märchen weitergeht?

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  • Miss Berlin
  • Miss Schwarzwald
  • Meinrad Schmiederer und Miss Schwarzwald
  • Miss Hessen
  • Jury Martin Herrmann
  • Sieger und Juroren